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Mühlenarten

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Mühlenkunde
 
 

Mühlenarten


Die Bockwindmühle ist die ältere Art der Windmühlen. Die ersten wurden um 1200 in Westeuropa erbaut. In Ostfriesland wurde vor rund 500 Jahren die erste Bockwindmühle gebaut: 1424 in der Nähe von Esens. Bei der Bockwindmühle (oder auch Ständermühle) wird die ganze Mühle (einschließliche Mahlgang), die auf einem Bock (oder Ständer) ruht, in den Wind gedreht. 
In Dornum ist eine Bockwindmühle regelmäßig zu besichtigen.


vereinfachter Querschnitt


Bei der Paltrockwindmühle wird die gesamte Mühle auf einen Rollenkranz in den Wind gedreht. 
In OstFriesland befinden sich keine Paltrockwindmühlen
 
 

Die Kappenwindmühle (Holländermühlen)ist eine holländische Entwicklung (ca. 1600); daher auch der Name "Holländermühle". Es dauerte jedoch noch rund 200 Jahre, bis hier in Ostfriesland allmählich die Ablösung der Bockwindmühle durch die Holländermühle erfolgte. Bei der Kappenwindmühle steht der Unterbau fest, und nur die Kappe wird in den Wind gedreht.

An der Rückseite haben die Mühlen (Zeichnung 1 + 2) einen (plattdeutsch:) Steert. Das sind lange Balken, die mit ihrem oberen Ende mit der Kappe verbunden sind und an deren unterem Ende sich das Rad einer Drehwinde befindet (Kröjrad). Auch die Bockwindmühlen haben einen Steert. 
Ändert sich die Windrichtung, dreht der Müller an dem Windenrad so lange, bis die Kappe mit den Flügeln wieder
"im Wind" steht. 


1.Erdholländer        2.Galerieholländer
                           mit Windrose

Da diese Ausrichtung sehr mühsam und zeitraubend war, haben die Müller deshalb vor etlichen Jahren den "Steert"  abmontiert und an der Mühlenkappe eine "Windrose" angebracht. Ändert der Wind allmählich seine Richtung, beginnt die Windrose sich zu drehen und bewirkt über mehrere Zahnradgetriebe, dass die Kappe mitsamt den Flügeln sich selbständig auf die neue Windrichtung einstellt.
 
 


Mehrstöckige Kappenwindmühle mit Jalousienflügeln und Windrose in Wittmund
Detailbeschreibung der Innenkonstruktion 
Außenansicht: 1 Blitzableiter, 2 Flügel, 3 Kappe, 4a Windrose, 4b Steert mit Kröjrad, 5 Zugvorrichtung für die Bremse und für das Öffnen und Schließen der Jalousieklappen, 6 Rumpf (Achtkant), 7 Galerie, 8 Unterbau, hier mehrstöckig, 

In der Mühle gibt es noch zusätzliche Geräte, die der Arbeitserleichterung dienen 
 - Sackaufzug
-  Elevator (Fördereinrichtung für das Getreide)
-  Geräte zur Reinigung des Getreides
- "Beutelkasten" zum Sieben des Schrotes 

Zum Mahlvorgang mit Konstruktion und Beschreibung des Mahlgangs finden Sie hier
 

Bei der Kokerwindmühle wird das obere Mühlengehäuse, ohne den Mahlgang in den Wind gedreht. Die Kokerwindmühle ist eine Weiterentwicklung der Bockwindmühlen aus dem 16. Jahrhundert. Der dicke Ständer der Bockwindmühle wurde ausgehöhlt, dadurch konnte er die senkrechten Getriebeachse in sich aufnehmen (Köcher = Koker). Die Mühle wurde von den Holländern als Entwässerungsmühle konstruiert und besitzt wie die vorgenannten Mühlen eine archimedische Schraube. In Riepe - Leegmoor steht die einzige Kokerwindmühle OstFrieslands.

Diese als Entwässerungsmühle konstruierte Mühle konnte auch als Getreidemühle eingesetzt werden.

Beim Flutter wird die komplette Mühle per Hand in den Wind gestellt. Sie ist transportabel. Diese kleine einfache Mühle diente als Wasserschöpfmühle. Mit einer archimedischen Schraube, die an der Achse des Flügelkreuzes mit einer Ummantelung angebracht ist, wird Wasser geschöpft. Zu finden ist dieser Mühlentyp in Bedekaspel und Riepe.

 

Nach ähnlichem Prinzip wie ein Flutter funktionieren auch die Holländerwassermühlen (kein Mühlentyp sondern Funktionsart). Am häufigsten sind sie in den Niederlanden vertreten. In der Regel wurden sie in OstFriesland zur Landentwässerung in den Marschen eingesetzt. Sehr gutes Anschauungsobjekt ist die Entwässerungsmühle in Neustadt - Gödens. Es handelt sich hierbei um eine Holländermühle (Kappenwindmühle)

 

Quelle :http://www.nordwestreisemagazin.de/muehlen.htm


 
 
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