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Mühlensprüche

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Mühlensprüche

 

Plattdeutsch

He is so doll as'n Möhl.
He hett et so hild as'n Möhl.
He klötert as'n Möhl oder De Möhl steiht bi em nich still.

Dat is Water op sien Möhl.( das kommt ihm gelegen)

Morgenrot, Morgenrot,
Heyohm kummt mit't Müllersboot!
All ol Wief de stahn uo't Deel,
Heyohm kummt mit't Garstenmehl.

(Mühle Ostgroßefehn )

De olle Griesegrau
steiht alle Nacht in Dau,
hett geen Fleesk un hett geen
Blood, deiht alle Minskengood.

Elk Moet sein egen Sack na de Möhlen dragen.

Hum steckt de Hafer.

Müller und Müse sind däi Lästen, de verschmachtet:

He hett´n Muulwark as´n Bookemöhln.

Van good Koorn holl ik vol, see de Müller, do nahm he dübelt Maat.

He baut´n Möhlen, um blot een Sack Koorn to mahlen.

Steiht´t Koorn dicht un stack, gifft´t vol in de Schür un minn in de Sack.

 

Graut is dai Naut, wenn dai Müller un dai Bäcker an´n Wall ligget un vor Schmacht utjaapet.

Elk hett sin Krüz man de Müller hett dat gröttste.

De nich bestoven worden will, de bliev ut de Möhlen.

Na de Möhlen mutten wi hen, na de Karke buken wi blot, wenn wi willen.

 

Hochdeutsch

Der Müller ist ein adelig Kind, ihm sind gehorsam Wasser und Wind.

Gauner, Diebe und Trüller habens Handwerk vom Müller.

Wer zuerst kommt, der mahlt zuerst.

Wenn der Müller ohne Brot, ist im Lande große Not.

Was wäscht sich alle Tage und wird immer schwärzer?

Das Mühlrad.

Was läuft und läuft und kommt doch nicht zum Dorf?

Das Mühlrad.

Der härteste Mühlstein läuft sich am rauen Korn ab.

Es ist halb verloren, wes man in alte Säcke füllt.

 

Der Müller kann die Mühle drehen, aber den Wind nicht.

“Ich will lieber die Mühle treiben, als im Teiche faulen”, sagt der Bach.

Der eine bringt´s Korn zur Mühle, der andere holt´s Mehl.

Wer zur Mühle will, der geht dem Wasser nach.

Sie ist ein wittenbergischer Mühlstein,
der dem Mehl Sand zugibt.

 

Die Pferde führen her im trab
der Müller führt uns auf und ab
da schmeckt der Kuchen nicht so knapp
und dankbar ziehn wir wieder ab.

(Gästebuch in Windmühle Eickhorst)

Frau Müllerin ade
Der Kohl und auch die Rüben
haben mich vertrieben


In mir ist zu haben
woran der Müller sich kann laben.
Brot, Speck und Schinken
auch Bier und Schnaps zum trinken.
Wo Gott, der Herr diese Mühle nicht bewahret,
so wachet der Wächter umsonst.

(Geschrieben in einem Schrank in Mülze)

Wenn alles Land verschwindet,
könnten die Städte nicht ein Jahr leben.
Wenn alle Städte verschwänden,
ginge das Leben weiter

(Lücko Schoof - Müller in Greetsiel)

Eher wird ein Mühlstein fliegen
und sich das Mühleisen wie eine Sense biegen.

Ehe das, was jemand wünscht, geschieht.

Was des Mädchens schöne Beine,
sind des Müllers Bodensteine.

(Mahlgang Riepenburger Mühle)

Ruß, Staub und Mehl
machen durstig die Kehl.

(Die drei durstigen Handwerke.)

Ich geh oft und habe Flügel
und bleibe doch an einem Ort.
Mein Aufenthalt ist stets der Hügel,
da tob`ich Tag und Nacht so fort.

Der Müller stellt die Mühlen klipp de klapp
er nimmt aus allen Säcken wat.

Der Windmüller ist
dem lieben Herrgott sein Hausnarr.

Wer in die Mühle geht, wird mehlig,
wer in den Himmel kommt, wird selig.
Aber lieber mehlig als selig.

Mühle ohne Gang
Glocke ohne Klang,
Hand ohne Gaben,
Spiel ohne Knaben
will niemand haben.

Müller, Müller, Metzendieb
hat die jungen Mädchen lieb.
Eine Junge kriegt es nicht
und `ne Alte mag er nicht.

Ihr hübschen Mädchen nur nicht streitet
wenn ihr nach der Mühle schreitet.
Ihr kommt nach der Reihe dran,
solange ich noch küssen kann.

Eine schöne Mühle im Wiesental
ein schönes Pferd im Stall
ein schönes Weib im Bett
das sind drei Dinge; die ich gerne hätt.

Eine Mühle, die nicht läuft,
ein Müller, der nicht säuft,
ein Mädel ohne Geld
sind drei verkehrte Dinge auf der Welt.

Wenn ich diese Mühle hätt`
und brauchte keine Zinsen geben
und `ne schöne Müllerin im Bett,
könnt ich ohne Sorgen leben.

(Gotiner Mühle)

Wir mahlen mit Plaisier
das Korn zu Mehl für Mensch und Tier.

(Adolf Popken)

Mancher denkt an die Mühle,
der keinen Sack drin hat.

Das Metzen und das Kehren,
das ist des Müllers Pflicht.
Wer aber das Metzen und das Kehren vergißt,
ist nicht wert, daß er des Müllers Brot ist.

(Friedersdorf bei Löbau)

Traspe, Rod und Vogelwicken
dürft`r nich`n Müller schicken,
vom Stöhn und Kehrn muß `r `ch d`rnährn,
von Matzen und Mahln muß `r `ch d`rahln.

(Dürrhennersdorf bei Löbau)

Wo der Wind weht über`s Land
da nutze seine Kraft.
Betrachte ihn als Pfand,
der Mehl und Brot dir schafft.

(Sammlung A. Popken)

Wenn andere sich der Ruhe können laben,
muß der Müller stets ein wachsam`Auge haben.

Wie machens denn die Müller?
Sie betens Vaterunser:
Das halbe Korn ist unser.

Die Miln hat kauft und bawen lan
zu Ursin Abbt Thomas Hofman
Dem Gozhaus zgut und den Bauren
Got bhiet sy vor bösen Lauren

(Pforzener Klostermühle: 1. Terracottatafel über der Mühlentür aus dem

Jahre 1573)

Grechtigkait soll vor Augen han
der Miller, auch der Undertan
Du Miller nim was billich ist
Du Baur brauch mit ihm kain Arglist

(Pforzener Klostermühle, 2. Terracottatafel über der Haustür aus dem Jahre 1573)

Dies Haus ist mein und doch nicht mein
beim Nächsten wirds genau so sein
den Dritten trägt man auch hinaus
nun sag mir, wem gehört dies Haus

(Pforzener Klostermühle: 3. Terracottatafel über der Mühlentür aus dem Jahre 1573)

Gib, Vater, nur den Wind und deinen Willen,
so will der Menschen Mäuler ich wohl stillen!

Inschrift auf einem Balken der Mühle in Rethem

Höre, Müller, sag es unverhohlen, wieviel Korn hast Du ... gekauft?

Des Müllers Farbe ist
nur weiß, und weiß ist
auch sein Rock.

Müllerwappen
Nach Zirkel, Winkel,
Lot und Blei
dreht sich die ganze Müllerei.

Zirkel
So oft das Rad den Zirkel wend,
bedenke, Mensch, das letzte End.

Solange Welten stehn,
solange Menschen sind,
werden Mühlenräder geh'n
durch Wasser, Dampf und Wind

(Riepenburger Mühle )

Lustig ist das Müllerleben,
wenn die Bauern Trinkgeld geben.
Doch wer das vergißt,
beweist, daß er kein Bauer ist.

Der Müller hätt' die fett'sten Schwein'
Die in dem Lande mögen sein.
Er mäst's aus Bauern Säcken,
Da muß sich mancher arme Bauer
Sein Magd und Knecht früh wecken.

Ein Rettich und ein Rüb',
Ein Müller und ein Dieb.
Ein Schäfer und ein Schinder.
Welches ist mehr oder minder?

Ein Müller will ich bleiben, solang die Winde wehn,
Mein Mädchen will ich küssen, solang die Lippen glühn!

(Brodersbyer Mühle )

Aufgewacht

Wenn die Mühle des Nachts stehen bleibt,
wacht der Müller auf.

 

 

Ärgerlich

Aus der Mühle schaut der Müller,

der so gerne mahlen will.

.Stiller wird der Wind und stiller,

Und die Mühle stehet still.

“So geht es immer, wie ich finde!”

Rief der Müller voller Zorn.

“Hat man Korn, so fehlt´s an Winde,

hat man Wind, so fehlt das Korn.

Wilhelm Busch

 

 

 (Qelle:windmuehle lechtingen 1887-1987, Hartmut Wesßling  Mit der Kraft von wind und wasser, http://www.deutsche-muehlen.de/start.htm)


 
 
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